Jugendmedienschutz

Was ist das?

Jugendmedienschutz hat das Ziel, Kindern und Jugendlichen die Entwicklung zu einer selbstbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu ermöglichen, ohne dass diese Entwicklung von medialen Angeboten beeinträchtigt wird.
Die Konfrontation mit medialen Angeboten, wie Gewalt, Pornografie oder Extremismus kann die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen potentiell beeinträchtigen oder sogar gefährden. Durch die Nutzung des Internets und des Web 2.0 kommen weitere Risiken hinzu, die z.B. im Zuge der Kommunikation mit anderen Nutzern entstehen können. Darunter fallen Cybermobbing, die Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder der Kontakt zu Menschen mit niederen Absichten. Durch die Thematik Web 2.0 werden zusätzlich Themen wie Urheberrecht und Datenschutz relevant.
Der Jugendmedienschutz bietet verschiedene Ansätze um diesen Risiken zu begegnen. Dazu gehört der rechtliche, technische und präventive Jugendmedienschutz. Durch den rechtlichen Jugendmedienschutz wird ein Rahmen festgelegt, in dem dargelegt ist, was jugendgefährdend und was jugendbeeinträchtigend ist, welche Institutionen wo zuständig sind, welches Vergehen, wie geahndet wird etc. Unter den technischen Jugendmedienschutz fallen Maßnahmen wie die Sendezeitgrenzen im TV, Altersverifikationssysteme im Internet oder Jugendschutzprogramme für den PC.
Der präventive Jugendmedienschutz verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie sie mit Inhalten, die für sie potentiell ein Risiko darstellen, umgehen können. Die Möglichkeiten des rechtlichen und technischen Schutzes sind begrenzt und gewähren keine vollkommene Sicherheit für Kinder und Jugendliche. Dass die Kinder und Jugendlichen lernen, wie sie mit Risiken umgehen können, ist deshalb wichtig.